würde und es ſchien, als ob ein kleines romantiſches Reich ſich mir plötzlich erſchloſſen hätte.
Wie verabredet brach ich ſogleich nach dem Frühſtück mit meinem kleinen Freund Charles, in welchem ich einen ſehr aufgeweckten und unterhaltenden Begleiter kennen lernte, nach der Abtei auf. Charles war im Beſitz eines großen Vorrathes von Aneedoten über die Umgegend, welche er von ſeinem Vater gehört hatte, und brachte viele hübſche Bemerkungen und ſchlaue Späße an, welche offenbar aus derſelben Quelle ſtammten, was er alles mit einem ſchottiſchen Accent und einem Gemiſch von ſchot⸗ tiſcher Redeweiſe vortrug, wodurch es nur noch anzie⸗ hender und ſchmackhafter wurde.
Auf unſerm Wege nach der Abtei erzählte er mir einige Anecdoten von Johnny Bower, auf welchen ſein Vater hingedeutet hatte. Er war Küſter des Kirchen⸗ ſprengels und Aufſeher über die Ruine, welche er in Ordnung hielt and den Fremden zeigte;— ein würdiger kleiner Mann, nicht ohne Ehrgeiz in ſeiner niedrigen Sphäre. Der Tod ſeines Vorgängers war in den Zei⸗ tungen erwähnt worden, ſo daß deſſen Name gedruckt in dem ganzen Land geleſen worden war. Als Johnny ihm in der Aufſeherſtelle über die Ruine nachfolgte, machte er es zur Bedingung, daß ſein Name nach ſeinem Tode eine gleiche ehrenvolle Auszeichnung erhalten ſollte und fügte hinzu, dieß müßte durch Scott's Feder geſchehen.


