oder in Reihen auf den nackten Zweigen ſaßen, harrend, bis die Sonne den Reif von Kräutern und Gräſern abſtreifte. Unſere Jäger verachteten dieſes arme Wild nicht mehr, ſondern verließen die Reihen, um eine Prai⸗ rie⸗Henne ſo eifrig zu verfolgen, wie ſie früher einem Reh nachgejagt waren.
Jeder eilte nun vorwärts, ſich ſehnend, vor Nacht eine menſchliche Wohnung zu erreichen. Die armen Pferde wurden über ihre Kräfte angeſtrengt, da man hoffte, ſie durch Ruhe und reichliches Futter für die jetzige Mühe zu entſchädigen. Aber die Entfernung ſchien ſich mehr als je auszudehnen und die blauen Berge, die man uns als Landzeichen am Horizont gezeigt hatte, zurückzutre⸗ ten, je weiter wir kamen. Jeder Schritt wurde beſchwer⸗ lich; jeden Augenblick legte ſich eines der armen Pferde nieder; ſein Herr pflegte es mit aller Gewalt aufzu⸗ rütteln, an den Rand eines Baches zu führen, wo ſich einiges Futter fand und es dann ſeinem Schickſal zu überlaſſen. Unter den auf dieſe Weiſe zurückgelaſſenen war ein Handpferd des Grafen, ein herrliches Thier, das bei der wilden Pferde⸗Jagd ſtets voran geweſen. Man beabſichtigte jedoch, ſogleich nach der Ankunft im Fort eine mit Getraide verſehene Abtheilung abzuſchicken, um die überlebenden Pferde zurückzubringen.
Im Laufe des Morgens kamen wir auf Indianiſche Spuren, welche ſich in verſchiedenen Richtungen durch⸗ kreuzten; ein Beweis, daß wir in der Nähe menſchlicher Wohnungen waren. Nachdem wir durch einen Waldſtrich


