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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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Jäger hatten gut zu Abend gegeſſen und faßten, im Ge⸗ danken an die baldige Ankunft im Lager, friſchen Muth. Ehe wir den Narſch antraten, kam Beatte zurück und hrachte mit vieler Müye ſein Pferdchen in das Lager. Das Packpferd war jedoch gänzlich unbrauchbar und mußte durchaus zurück gelaſſen werden. Die wilde Stute hatte vor Erſchöpfung ihr Füllen fallen laſſen und war nicht im Stande, weiter zu gehen. Sie und das Füllen wur⸗ den daher im Lager gelaſſen, wo es Waſſer und gute Weide gab und wo ſie ſich vielleicht erholen und wieder aufgeſucht und in das Fort gebracht werden konnten. Um acht Uhr brachen wir auf und hatten einen ſchwe⸗ ren und angreifenden Tagesmarſch theils über rauhe Hö⸗ hen, theils über rollende⸗Prairien. Der Regen hatte den Boden erweicht und ſchlüpfrig gemacht, ſo daß man keinen ſichern Tritt hatte. Viele Jäger ſtiegen ab, da ihre Pferde die Kraft nicht mehr hatten, ſie zu tragen. Im Laufe des Morgens machten wir Halt; die Pferde waren zu müde, um zu weiden; viele legten ſich nieder und es koſtete Mühe, ſie wieder auf die Füße zu bringen. Unſer Zug war gar kläglich anzuſehen, wie er ſich in einer unter⸗ brochenen und zerſtreuten Linie, die ſich eine Stunde und länger über Hügel und Thal ausdehnte, in weit ge⸗ trennten Gruppen von drei oder vier Mann, theils zu Pferd, theils zu Fuß, und fern im Nachtrab einige Nach⸗ zügler, langſam fortbewegte. Gegen vier Uhr machten wir in einem geräumigen Waldplatze an einem tiefen, ſchmalen Fluß, der Little North Fork oder Deep Creek