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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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genannt, Halt. Es ward ſpät, bis ſich die zerſtreute Hauptſchaar in dem Lager ſammelte; mehrere Pferde waren liegen geblieben. Da der Fluß zu tief war, um ihn zu durchwaten, ſo erwarteten wir den nächſten Tag, um Mittel zu erſinnen, hinüber zu kommen; unſere Me⸗ ſtizen ſchwammen aber mit den Pferden unſerer Geſell⸗ ſchaft ſchon am Abend über den Strom, da ſie beſſere Weide drüben fanden und der Fluß ſichtbar anſchwoll. Die Nacht war kalt und ſtürmiſch; der Wind ſaußte un⸗ geſtüm durch den Wald und wirbelte die dürren Blätter umher. Wir machten aus großen Baumſtämmen mäch⸗ tige Feuer, welche, wenn auch keine Heiterkeit, doch ei⸗ rige Behaglichkeit, rings verbreiteten.

Am nächſten Morgen erfolgte eine allgemeine Er⸗ naubniß, bis zur Mittagsſtunde zu jagen, da das Lager chne Vorrath war. Das ſchöne, waldige Thal, in wel⸗ chem wir uns gelagert hatten, wimmelte von wilden Trut⸗ kühnern, von denen man eine beträchtliche Anzahl ſchoß. Nittlerweile wurden Vorbereitungen getroffen, um den Auß, der in der Nacht mehrere Fuß geſtiegen war, zu üherſchreiten; man beſchloß, Bäume zu fällen und ſich derſelben als Brücken zu bedienen. Der Kapitän und de: Doktor, nebſt einigen andern im Waldweſen bewan⸗ deiten Obermännern des Lagers, unterſuchten mit gelehr⸗ ten Auge die an dem Ufer wachſenden Bäume, bis ſie einge von der erſten Größe und dem zweckmäßigſten Stade auswählten. Die Art wurde nun kräftig an ihre Wuzeln gelegt, ſo daß ſie grade über den Fluß fallen