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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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in nordöſtlicher Richtung weiter und kamen auf den Pfad eines Zugs Creek⸗Indianer, auf welchem unſere Pferde bequem fort konnten. Wir erreichten eine ſchöne ebene Gegend. Von einer Erhöhung hatten wir eine pracht⸗ volle Ausſicht auf weite Prairien, mit Gebüſch und Wäl⸗ dern lieblich wechſelnd und von langen Linien ferner Hö⸗ hen begrenzt und alles in die reichen ſanften Farben des Herbſtes gekleidet. Auch das Wild war wieder häufiger. Ein ſchöner Bock ſprang aus dem Graſe zu unſerer Rechten und ſchoß in voller Eile dahin, aber ein junger Jäger, Childers genannt, der zu Fuß war, hob ſeine Büchſe und ſchickte ihm eine Kugel nach, die dem ſich bäumenden Thiere den Hals zerſchmetterte und es hinſtreckte. Ein zweiter Bock, ein Reh und viele Trut⸗ hühner wurden geſchoſſen, ehe wir Halt machten, ſo daß die Hungrigen in der Schaar ſich wieder ſättigen konnten.

Nach einem forcirten Ritt von zehn Stunden, der eine ſchwere Prüfung für die Pferde war, lagerten wir uns um drei Uhr in einem Waldraum. Der Vortrab war ſchon lange im Lager, als die übrigen, zu zwei oder drei, zögernd nachkamen. Vier Stunden früher war eines unſerer Packpferde und bald nachher ein kleines, Beatte gehöriges Thier, liegen geblieben. Viele der an⸗ dern Packpferde ſahen ſo abgemagert und ſchwach aus, daß man Zweifel hegte, ob ſie das Fort erreichen könn⸗ ten. In der Nacht regnete es heftig und der Morgen brach umwölkt und düſter an. In dem Lager wurde jedoch die frühere Heiterkeit wieder ſo ziemlich laut. Die