— 244—
die Zukunft zu ſorgen. Wenn wir aus einem Lager zo⸗ gen, pflegten ſie eine Menge Fleiſch umher liegen zu laſſen, der Vorſehung und ihren Büchſen die Sorge für
„Morgen anheim gebend. Die Folge war, daß ein zeit⸗
licher Mangel an Wild oder Unglück auf der Jagd faſt eine Hungersnoth im Lager veranlaßte. Sie hatten eine Menge Büffelfleiſch in dem Lager auf der großen Prairie gelaſſen und da ſie ſeitdem ſtarke Märſche gemacht hat⸗ ten, die ihnen keine Zeit zur Jagd ließen, waren ſie nun alles Vorraths baar und vom Hunger gequält. Manche hatten ſeit dem vorigen Morgen nichts gegeſſen. Nichts würde ſie überredet haben, als ſie in dem Büf⸗ fel⸗Lager in Ueberfluß ſchwelgten, daß ſie ſo bald dem Mangel blos geſtellt ſein könnten.
Die Jäger kehrten mit unbedeutendem Erfolg zu⸗ rück. Indianiſche Jasdparthien, welche uns voran gegan⸗ gen, hatten das Wild aus dieſer Gegend weggeſchreckt, zehn bis zwölf Truthühner wurden geſchoſſen, aber Roth⸗ wild war nicht zu ſehen. Die Grenzer begannen Trut⸗ hühner und ſelbſt Prairie⸗Hennen der Aufmerkſamkeit werth zu halten; früher glaubten ſie ihre Büchſen zu entweihen, wenn ſie auf ſie ſchöſſen.
Die Nacht war kalt und windig; zuweilen regnete es; aber flackernde Feuer erhielten uns bei gutem Muth. In der Nacht zog ein Flug wilder Gänſe unter großem Geſchnatter über dem Lager zin— Anzeige des hern⸗ kommenden Winters.
Wir ritten am nächſten Morgen zu guter Stunde


