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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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im Laufe des Tags ein fettes Reh und einer der J Jäger einen Truthahn geſchoſſen hatten, fehlte es uns nicht an Lebensmitteln.

Es war ein prachtvoller Herbſtabend. Nach Son⸗ nenuntergang nahm der Himmel eine helle apfelgrüne Farbe an, die zu inem zarten Braunroth ſtieg und ſich allmählich in ein efes Purpurblau verlor. Ein ſchmaler Wolkenſtreif von lahagony⸗Farbe, hell⸗ und goldgelb geſäumt, floß im Weſten dahin und grade über ihm er⸗ ſchien der Abendſtern, in reinem Diamantglanz funkelnd.

Mit dieſer Scene harmonirte das Abendconcert von Inſekten mannichfacher Art, das in einem ruhigen und etwas melancholiſchen Tone zerſchmolz, der, wie ich ſtets gefunden habe, eine wohlthuende Wirkung auf den Geiſt hat, indem er ihn zu ruhigem Nachdenken ſtimmt.

Wir hatten wieder eine ſchöne Nacht. Die ermü⸗ deten Jäger ſanken, nachdem ſie ſich eine Zeitlang leiſe an den Feuern unterhalten hatten, in tiefen Schlaf. Der Mond, jetzt in ſeinem zweiten Viertel, leuchtete ſchwach und, nachdem er untergegangen, glänzten die Sterne, und Sternſchnuppen durchkreuzten die Luft. Es iſt ergötzlich, bei einem ſolchen Bivouac auf den Prairien, hingeſtreckt zu den Sternen aufzuſchauen; es iſt, als ſaͤhe man ſie von dem Verdeck eines Schiffes zur See. Man verwirk⸗ licht bei ſolchen einſamen Scenen den Verkehr mit die⸗ ſem ſchönen Lichtkörper, welcher Sternkundige aus den Hirten des Morgenlandes machte, während ſie bei Nacht

ihre Heerden bewachten. Wie oft habe ich mich beim