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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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Anblick ihres milden und holden Glanzes der ſchönen Worte Job's erinnert:Kannſt du den geheimnißvollen Einfluß der Plejaden binden, oder die Bande des Orion löſen? Ich weiß nicht, wie es kam, aber ich fühlte mich dieſe Nacht ungewöhnlich von der feierlichen Größe des Firmaments ergriffen und glaubte, während ich un⸗ ter dem offenen Himmelsgewölbe lge, mit der reinen Luft eine erheiternde Erhebung des Seiſtes und doch eine liebliche Ruhe der Seele einzuathmen. Ich ſchlief und wachte abwechſelnd und wenn ich ſchlief, theilten meine Träume die glückliche Färbung meines wachen Traäu⸗ mens. Gegen Moͤrgen kam eine der Wachen, der älteſte Mann des Zugs, und ſetzte ſich zu mir; er war müde und ſchläfrig und harrte der Ablöſung mit Ungeduld. Ich ſah, daß auch er zum Himmel aufblickte, aber mit andern Gefühlen.Wenn die Sterne mich nicht täu⸗ ſchen, ſagte er:ſo iſt der Tag nahe. Daran iſt nicht zu zweifeln,⸗ ſagte Beatte, der dicht dabei lag:ich habe ſo eben eine Eule gehört. Schreit denn die Eule gegen Tagesanbruch? fragte ich. Ja, Herr, grade wie der Hahn kräht!⸗Ich hatte dieſe nützliche Gewohnheit des Vogels der Weisheit bis⸗ her nicht beachtet. Weder die Sterne noch die Eule täuſchten die, welche an ſie glaubten. Bald erſchien ein ſchwacher Lichtſtreifen im Oſten.

Irving's Reiſe.