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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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eine Sandbank war, ſahen wir unzählige Spuren von Bären, Wölfen, Büffeln, wilden Pferden, Truthühnern und Waſſervögeln, die zeigten, welche reiche Beute der Jäger ſich in dieſem Thale verſprechen konnte; unſere Leute waren aber der Jagd ſatt und zu ermüdet, um durch dieſe Zeichen, welche ſie bei dem Antritt unſerer Reiſe in ein Fieber freudiger Erwartung verſetzt haben würden, erregt zu werden.

Es gelang uns endlich, eine Furth zu finden, wo wir durch Waſſer und Schlamm bis zu dem Sattelgurt überſetzten und dann anderthalb Stunden anhielten, um das naſſe Gepäck herüber zu holen und den Pferden Zeit zum Ausruhen zu geben.

Nachdem wir wieder aufgeſtiegen waren, kamen wir an eine freundliche kleine Wieſe, die von Ulmen und Baumwollenſtauden umſchattet war, und in deren Mitte ein ſchöner⸗Rappe weidete. Beatte, der voran ritt, winkte uns, zu halten und näherte ſich mit ſeiner Stute langſam Schritt vor Schritt dem Pferde, indem er das Wiehern des Thieres mit wunderbarer Genauig⸗ keit nachmachte. Der edle Prairie⸗Renner ſah eine Zeitlang hin, ſog die Luft ein, puhſtete, ſpitzte die Oh⸗ ren und ſtreifte in ſtolzen Sätzen rund um die Stute her, hielt ſich aber zu entfernt, als daß ihm Beatte das Lariat hätte umwerfen können. Es war ein prachtvolles Geſchöpf in dem ganzen Stolz und der Schönheit ſeiner Natur. Es war bewundernswerth, das edle und ſtolze Tragen ſeines Kopfs, die Freiheit jeder Bewegung und