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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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ſerm Lager während des letzten Ungewitters hatten un⸗ ſere Pferde an Kraft und Fleiſch meiſtens abgenommen. Wie beſorgt man auch ſein mag, auf einer Reiſe über die Prairien verlieren die an Getraide und die regel⸗ mäßige und mehr als hinreichende Nahrung des Stalles und der Farm gewöhnten Pferde Kraft und Muth. Bei allen Zügen, wie wir ſie unternahmen, ſind die ſtarken Indianiſchen Pferde, durchgehends Muſtangs⸗ oder Miſchlingen von der wilden Rage, vorzuziehen. Sie er⸗ tragen alle Mühſeligkeiten, Beſchwerden und Entbehrun⸗ gen, und leben von dem Graſe und den wilden Kräu⸗ tern der Ebenen.

Auch waren unſere Leute ziemlich rückſichtslos zu Werk gegangen; ſobald ſich eine Gelegenheit gezeigt hatte, waren ſie davon und dem Wilde nachgejagt, das uns unterwegs aufſtieß. So hatten ſie ihre Pferde ermüdet und abgetrieben, ſtatt ihre Kraft, ihren Muth zu Rathe zu halten. Auf einer ſolchen Reiſe muß das Pferd ſo lange wie möglich in einem ruhigen Schritte bleiben und eine Tagreiſe darf im Durchſchnitt nicht mehr als vier Wegſtunden betragen.

Wir hatten, indem wir vorwärts drangen, gehofft, die Niederungen des Red River zu erreichen, wo junges Rohr in Ueberfluß ſich findet, ein in dieſer Jahreszeit ſehr nahrhaftes Futter für das Vieh. Auch war dies die Zeit, wo die Indianiſchen Jäger die Prairien anſtecken: das Gras war in dieſem ganzen Gebiete in jenem trock⸗ nen Zuſtande, wo es leicht zündet, und die Gefahr wuchs