fliehen konnen, nehmen ſie ein kampfluſtiges Weſen und eine ſehr komiſche Miene unmachtigen Zorns und Trotzes an.
Die Prairie⸗Hunde ſind jedoch nicht die einzigen Be⸗ wohner dieſer Dörfer. Eulen und Klapperſchlangen ſol⸗ len bei ihnen wohnen, man ſtreitet aber noch, ob als eingeladene Gäſte oder als unwillkommene Eindringlinge. Es iſt dies eine beſondere Eulenart, lebendigeren Blickes, höher gebaut und raſcheren Fluges als die gewöhnlichen Eulen; auch fliegen dieſe am hellen Tage umher. Manche behaupten, ſie bewohnten nur die zerfallenen Höhlen der Prairie⸗Hunde, welche die Letztern in Folge des Todes eines Verwandten verlaſſen haben; denn die Empfind⸗ lichkeit dieſer ſeltſamen, kleinen Hunde ſcheint es nicht zuzulaſſen, daß ſie da wohnen, wo ſie einen Freund ver⸗ loren haben. Andere ſagen: die Eulen ſeien eine Art Häushälterinnen bei dieſen Hunden und, weil der Ton ihrer Stimme dem der Hunde ſehr ahnlich iſt, behauptet man ſogar, ſie lehrten die junge Brut bellen und ver⸗ träten ſonach die Stelle eines Hauslehrers.
Die Klapperſchlange angehend, ſo erfuhren wir nichts Genügendes über die Rolle, welche ſie in dieſem anzie⸗ henden Haushalt ſpielt. Man will wiſſen, ſie ſei eine bloße Schmarozerin und Gaunerin und gehe mit den ehrbaren, leichtgläubigen, kleinen Prairie⸗Hunden ſehr ſchmahlich um; aus dem Umſtande, daß man ſie dann und wann mit einem Jungen aus der Familie in ihrem Rachen erwiſcht, ſchließt man, ſie erquicke ſich ohne


