Zweiunddreißigſtes Kapitel. Eine Republik von Prairie⸗Hunden.
Als wir von dieſem unſerm Ausfluge zurück kamen, erfuhren wir, daß man eine Höhle, oder wie man es nennt, ein„Dorf⸗ von Prairie⸗Hunden auf dem ebenen Gipfel einer Höhe, eine kleine Stunde vom Lager ent⸗ deckt habe. Spät am Nachmittag brach ich mit einem Gefährten auf, es zu beſuchen. Der Prairie⸗Hund iſt ein kleines Thier, von der Größe eines Kaninchens, le⸗ bendig, gefühlvoll, raſch, flüchtig und etwas lüſtern. Er iſt geſellig und wohnt in zahlreichen Gemeinſchaften, die oft viele Morgen Landes inne haben, beiſammen; die ausgetretenen Pfade zeugen von der Beweglichkeit und Ruheloſigkeit der Bewohnerſchaft. Sie ſcheinen in der That ſtets mit Spielen, Geſchäften und öffentlichen Ange⸗ legenheiten zu thun zu haben, fegen nach allen Seiten umher, als beſuchten ſie ihre gegenſeitigen Lager; ver⸗ ſammeln ſich unter freiem Himmel und ſpielen an den kühlen Abenden nach Regengüſſen mit einander. Manch⸗ mal bringen ſie die halbe Nacht in Jubel hin und bellen und kläffen leiſe, wie junge Hunde; beim geringſten Lärmen verſchwinden ſie in ihre Höhlen und das Dorf iſt leer und ſtill. Wenn ſie überraſcht werden und nicht


