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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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ufern die Hufe des Pferdes tief eingedrückt waren, auf eine hohe, trockene Prairie, wo unſere Meſtizen vollkom⸗ men irre wurden. Keine Hufſpur war zu ſehen, obgleich ſie in allen Richtungen ſuchten; Beatte hielt endlich inne und ſchüttelte den Kopf ſehr kleinmüthig.

In dieſem Augenblick ſprang ein kleines Rudel Rehe, die in einer nahen Schlucht aufgejagt worden, vorbei. Beatte eilte vom Pferd, hob ſeine Büchſe und verwun⸗ dete ein Thier leicht, ohne daß es jedoch geſtürzt wäre. Dem Knall der Büchſe folgte faſt unmittelbar ein langer Ruf aus der Ferne. Wir ſchauten uns um, konnten aber nichts ſehen. Ein zweites, langes Halloh folgte und endlich ſahen wir einen Reiter aus dem Saum des Waldes hervor kommen. Wir erkannten den jungen Grafen auf den erſten Blick. Ein allgemeiner Freuderuf folgte; alles riß aus und galoppirte dahin, um ihn zu begrüßen. Es war ein frohes Zuſammentreffen von bei⸗ den Seiten, denn wir waren alle wegen ſeiner Jugend und Unerfahrenheit in großer Beſtürzung, und er ſelbſt ſchien, bei all ſeiner Liebe für Abenteuer, ungemein zu⸗ frieden, daß er wieder bei ſeinen Freunden war.

Er hatte, wie wir vermuthet, am vorigen Abend die Richtung gänzlich verloren und war umher geirrt, bis es dunkel wurde, wo er ſich zum Bivouac entſchloſ⸗ ſen. Die Nacht war kühl; er fürchtete aber, ſich ein Feuer anzumachen, weil er ſich ſo einem lauernden Zug Indianer verrathen hätte. Er feſſelte ſein Pferd mit ſeinem Taſchentuch, ließ es am Saum der Prairie weiden,

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