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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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gegeben und ſich bemüht, den Weg in das Lager zu fin⸗ den, wurde aber durch die dichter werdenden Schatten des Abends verwirrt und hatte die Richtung ganz und gar verloren.

Bei dieſem ganzen Suchen zeigten unſere Meſtizen jene Schärfe des Auges, um deßwillen die Indianer beim Verfolgen einer Spur ſo bekannt ſind. Beatte vorzüglich war ſo gut wie ein alter Spürhund. Manch⸗ mal trabte er langſam fort, das Auge feſt auf den Bo⸗ den vor ſeinem Pferde geheftet und im Graſe die Spu⸗ ren deutlich unterſcheidend, die mir nur ganz nahe ſicht⸗ bar wurden. Manchmal hielt er an und ließ ſein Pferd ſachte gehen, den Boden aufmerkſam unterſuchend, wo für mich durchaus nichts zu ſehen war. Dann ſtieg er ab, führte ſein Pferd am Zügdl, ging bedächtig Schritt vor Schritt weiter, das Geſicht zur Erde gebeugt und da und dort ein zufälliges Zeichen der unbeſtimmteſten Art erhaſchend, das ihn führte. Zuweilen verlor er da, wo der Boden hart und das Gras verdorrt war, die Spur ganz und mußte ſie rückwärts und vorwärts, rechts und links ſuchen; wobei er oft dahin zurück kehrte, von wo er abgegangen war und das Suchen von neuem begann. Mißlang dies, ſo unterſuchte er die Ufer der Bäche um⸗ her, die ſandigen Gründe der Schluchten, in der Hoff⸗ nung, eine Spur zu finden, wo der Graf ſie durchſchrit⸗ ten hatte. Kam er wieder auf die Spur, ſo beſtieg er ſein Pferd und ritt vorwärts. Endlich kamen wir, nach⸗ dem wir über einen Bach geritten, an deſſen bröcklichen Irving's Reiſe. 15