eines in der Nähe lauernden Zuges. Während dieſe und andere Vermuthungen ſchnell beſprochen wurden, verließen die Reiter die Höhe und verſchwanden aus unſern Augen. Einer der Jäger vermuthete, ein Streif⸗ zug Pawnees möchte hinter dem Hügel lauern, und der Graf könnte in ihre Hände gefallen ſein. Der Gedanke hatte eine elektriſche Wirkung auf den Haufen. Im Augenblick war jedes Pferd in vollem Lauf, die Meſtizen voran; die jungen Jäger brachen unterwegs in wildes Freudengeſchrei bei dem Gedanken aus, endlich einen Strauß mit den Indianern zu bekommen. Ein halsbre⸗ chender Galopp führte uns auf den Rand des Hügels und enthüllte unſern Mißgriff. In einer Schlucht fanden wir die zwei Reiter bei einem Büffel, den ſie getödtet hatten. Es fand ſich, daß es zwei Jäger waren, die ein wenig vor uns das Lager unbemerkt verlaſſen hatten und in grader Linie hierher gekommen waren, während wir die Prairie umgangen hatten.
Als dieſe Epiſode zu Ende und die plötzliche Er⸗ regung vorüber war, kehrten wir langſam und abgekühlt zu der Wieſe zurück; es dauerte eine Weile, ehe die zwei Meſtizen wieder auf die Spur des Grafen kom⸗ men konnten. Als ſie ſie endlich gefunden, gelang es ihnen, ſie durch alle Kreuzſprünge zu verfolgen, bis ſie, nicht mehr mit den Tritten der Büffel vermiſcht, getrennt und einzeln auf den Prairien umher führte, ſtets aber in einer dem Lager entgegen geſetzten Richtung. Der Graf hatte hier ſichtbar die Verfolgung der Heerde auf⸗


