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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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inmitten einer einſamen Ode, wo wogende Schwellungen des Bodens, nackt und einförmig, die Ausſicht beſchränk⸗ ten, und wo wegen des Mangels aller Landzeichen und beſtimmter Merkmale der Unkundige irre werden und den Weg ſo leicht verlieren konnte, wie auf der Ode des Meers. Auch war der Himmel bedeckt, ſo daß ich mich nicht nach der Sonne richten konnte. Mir blieb daher nichts übrig, als der Spur meines Pferdes auf dem Herwege zu folgen, obſchon ich auch dieſe oft verlor, wenn der Boden mit verdorrtem Graſe bedeckt war. Wer nicht daran gewöhnt iſt, findet etwas unausſprech⸗ lich Einſames in der Verlaſſenheit einer Prairie. Die Einſamkeit eines Waldes iſt nichts dagegen. Die Aus⸗ ſicht wird dort durch Bäume verdeckt und es ſteht der Phantaſie frei, ſich jenſeits eine lebenreichere Szene zu mahlen; hier aber dehnt ſich eine unermeßliche Land⸗ ſchaft ohne ein Merkmal menſchlichen Daſeins aus. Wir haben das Bewußtſein, fern, fern von dem Bereiche menſchlicher Wohnungen zu ſein; uns iſt, als ſeien wir inmitten einer verlaſſenen Welt. Wie mein Pferd lang⸗ ſam auf ſeinen frühern Eilpfad zurück ging und die Hitze der Jagd verrauchte, drängten ſich mir dieſe Um⸗ ſtände abſonderlich auf. Das Schweigen der Ode ward dann und wann durch das Geſchrei eines fernen Flugs Pelikane, die wie Geſpenſter um einen flachen Teich ſchritten, manchmal durch das traurige Krächzen von Raben in der Luft unterbrochen, während gelegentlich ein ſchäbiger Wolf vor mir aufſprang und wenn er eine 14*†