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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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ſichere Weite erreicht hatte, niederſaß und in Töͤnen, welche die Einſamkeit umher noch ſchrecklicher machte, heulte und greinte. Nachdem ich eine Strecke weiter geritten, entdeckte ich am Saum eines fernen Hügels einen Reiter, und erkannte bald den Grafen in ihm. Das Gluück war ihm eben ſo wenig gewogen geweſen wie mir. Bald ſtieß auch unſer würdiger Gefährte, der Tauſendkünſtler, zu uns, der mit ſeiner Brille auf der Naſe, 2 oder 3 Fehlſchüſſe vom Pferde gethan hatte.

Wir beſchloſſen nicht eher in das Lager zu gehen, als bis wir noch einen Verſuch gemacht. Als wir uns in der Gegend umſahen, entdeckten wir, faſt eine Stunde entfernt, eine Heerde Büffel, die an einem kleinen Streifen von Bäumen und Wald zerſtreut, in aller Ruhe graſ'te. Es bedurfte nur eine geringe Anſtrengung der Phantaſie, um in ihnen eine Rinderheerde, am Saume einer Gemeinweide graſend, zu ſehen und ſich hinter dem Laubwerk ein einſames Farmhaus zu denken.

Wir machten den Plan, die Heerde zu umgehen und ſie nach der Richtung zu treiben, wo unſer Lager ſein mußte, denn das Nachjagen hätte uns ſonſt ſo weit ge, führt, daß wir vor Einbruch der Nacht den Rückweg nicht mehr gefunden haben würden. Wir nahmen daher einen weiten Umweg, bewegten uns langſam und vor⸗ ſichtig weiter und hielten manchmal ein, wenn eines der Thiere zu graſen aufhörte. Der Wind wehte glücklicher⸗ weiſe von ihnen herüber, ſonſt hätten ſie uns gewittert und wären entflohen. So gelang es uns, die Heerde