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Eine Reise auf den Prairien / von Washington Irving
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ſchien eine ſehr zum Frieden ſtimmende Wirkung auf die Menge zu machen, welche ehrlich gelobten, der Friede ſollte ſo weit es an ihnen läge, nicht mehr geſtört wer⸗ den, und in der That gab ihr Alter und ihr Geſchlecht einigen Grund zur Hoffnung, ſie würden ihr Wort halten.

Da wir bie Hoffnung nährten, das Lager der Jäger vor Anbruch der Nacht zu erreichen, eilten wir weiter, bis die Dämmerung einbrach und wir am Rande einer Schlucht Halt machen mußten. unſere Jäger lagerten ſich unter Bäumen an dem Fuß einer Höhlung, während wir unſer Zelt auf einem Felſenhöcker neben einem mur⸗ melnden Bache aufſchlugen. Die Nacht brach ſchwarz und verhüllt herein, die Wolken flogen und drohten mit Re⸗ gen. Die Feuer der Jäger brannten luſtig in der Höh⸗ lung und warfen ſtarke Lichtmaſſen auf die räuberähn⸗ lichen Gruppen, welche kochten, aßen und tranken. Um die Wildheit der Scene zu erhöhen, miſchten ſich mehrere Oſage Indianer, Beſucher aus dem Dorfe, durch das wir gekommen, unter die Leute. Drei von ihnen kamen zu uns und ſetzten ſich an unſer Feuer. Sie achteten ſchweigend auf alles, was um ſie her vorging, und ſahen wie bronzene Grabmalgeſtalten aus. Wir gaben ihnen Eſſen und, was ihnen ſehr behagte, Kaffee; denn die Indianer theilen die in dem Weſten gand allgemeine Vor⸗ liebe für dieſes Getränk. Als ſie ihr Abendmahl geen⸗ digt hatten, ſtreckten ſie ſich neben einander an dem Feuer aus und begannen einen leiſen näſelnden Geſang, den