Wir waren noch nicht lange wieder auf der Spur, als wir beim Austritt aus einem Walde, unſers rauhknochigten, ſtark blinzelnden und ſtark trabenden fahrenden Grenzritters anſichtig wurden, wie er, von ſeinem bewaffneten Gefährten gefolgt, am Abhang eines Hügels hernieder eilte. Als er uns näher kam, erinnerte mich die Hagerkeit ſeiner Geſtalt und das Jämmerliche ſeines Anblicks an die Schilderung des Helden von La Mancha; auch er war, wie der berühmte Ritter, auf einem Abentheuer begriffen, da er in das Dickicht des gefahrvollen Moors, in welchem der Feind ſich gelagert hatte, einzudringen im Begriff ſtand.
Während wir mit ihm an dem Abhang des Hügels redeten, ſahen wir einen Oſagen zu Pferd, der aus dem Saum des Waldes, ungefaähr eine Viertelſtunde entfernt, heraus kam und ein Pferd an der Halfter führte. Unſer ſtark blinzelnder Freund erkannte das letztere ſogleich für das Pferd, das er aufſuchte. Wie der Oſage naher kam, ſetzte mich ſein Ausſehen in Erſtaunen. Er mochte neunzehn oder zwanzig Jahre alt ſein, war gut gewachſen und hatte das ſchoöne römiſche Geſicht, das ſeinen Stamm auszeichnet; wie er, ſeinen Umwurf um die Lenden gegürtet, daher ritt, hätte ſeine nackte Büſte ein Model für den Bildhauer abgeben können. Er ſaß auf einem ſchönen Schecken, der weiß und braun gezeichnet war und der wilden Zucht der Prairien angehörte; er war mit einem breiten Kummet
Irving's Reiſe. 3


