Teil eines Werkes 
10.-12. Bdchen (1829)
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Seite 98 101) ich glaube aber, Afrika ſey von Salomo umſchifft und das Schiff, ſo drei Jahr unter Weges blieb und er oͤfters zum Umtouſch der Waaren anlegte, ſey durch die Meerenge von Gibraltar wieder zuruͤckgekommen. Schade, daß uns die Auseinanderſetzung der Gruͤnde dieſes ſcharfſinnigen Gelehrten abgehen. Etwas zweifelhafter koͤnnte die Umſchiffung Afrika's erſcheinen, wenn wir zwei andere Stellen des alt. Teſt. 1. Koͤn. 9, v. 26 28 und 1. Koͤn. 10, v. 22, mit obiger vergleichen. In der erſteren heißt es: Und Salomo machte auch Schiffe zu Ezeon⸗Geber, die bei Eloth liegt, am Ufer des Schilfmeers, im Lande der Edomiter(d. i. in der oöͤſtlichſten Ecke der Landzunge des Horeb und Sinai). Und Hiram ſandte ſeine Knechte im Schiff, die gute Schiffsleute und auf dem Meer erfah⸗ ren waren, mit den Knechten Salomo. Und kamen gen Ophir*) und holeten daſelbſt vierhundert und zwanzig Zentner Gold, und brachten es dem Koͤnig Salomo. Die zweite lautet:Denn das Tarſisſchiff des Koͤnigs, das auf dem Meer mit dem Schiff Hirams fuhr, kam in dreien Jahren einmal, und brachte Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen. Durch dieſe Stellen koͤnnte die obige erſte (2. Chron.) erlaͤutert oder berichtigt zu werden. Entwe⸗

*) Ophir wird verſchieden erklärt, für Indien überhaupt, für Ceylon oder Taprobana, den Cherſoneſus aurea oder Malacca ꝛe. Vielleicht bedeutet es überhaupt ſü dliche Meerländer; doch kann es auch Afrika heißen, da Afer und Ofir(das O iſt Aleph Vad) faſt eins ſind. Ein Berg Ophir liegt auf der Inſel Sumatra bei Malaccg.