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des Herkules(Meerenge von Gibraltar) in das mittellaͤn⸗ diſche Meer ſchiffen und ſo wieder nach Egypten zuruͤckkeh⸗ ren ſollten. Die Phoͤnizier fuhren demgemaͤß vom rothen Meer aus nach dem ſuͤdlichen Ocean. Im Herbſt gingen ſie an einer Kuͤſte Libyens(Afrika's) an's Land, wo ſie ſaͤeten und erndeten. Dann ſetzten ſie ihre Reiſe fort. So kamen ſie nach Verlauf von zwei Jahren im dritten durch die Saͤulen des Herkules nach Egypten zuruͤck. Sie erzaͤhl⸗ ten, was vielleicht Anderen, mir aber nicht glaublich iſt, daß ſie auf ihrer Fahrt um Libyen die Sonne zur rechten Hand hatten.“ Dieſer letzte Umſtand, ſo unglaͤubig und unwiſſend ihn Herodot vorbringt, macht gerade die Umſchiffung im hoͤchſten Grade wahrſcheinlich, da den Schiffern die Sonne, nachdem ſie ihnen unterm Aequa⸗ tor ſenkrecht geſtanden, jenſeits deſſelben noͤrdlich ſtatt ſuͤd⸗ lich zu ſtehen kommen mußte. Zwar hat ſich Mannert in ſeiner Geographie der Griechen und Roͤmer mit Scharfſinn dagegen vernehmen laſſen, allein ſeine Gruͤnde ſcheinen mir nicht zureichend. Daß es eine ſchon 150 Jahre alte Volks⸗ ſage war, ſchadet nicht, denn ſie traͤgt den Stempel der Wahrheit in ſich, und eher koͤnnte die Ueberlieferung ſich bei der ſchwierigen Kuͤſtenfahrt in der Zeit geirrt haben, als daß man das ſchnelle Erndten bezweifeln duͤrfte, welches z. B. den Spaniern auf Hispaniola ſo bewunderungswuͤr⸗ dig erſchien. Auch die Verheimlichung der Fahrt, die Sen⸗ dung von Phoͤniziern, die Unternehmungsluſt Neko's findet Mannert zweifelhaft, geſteht jedoch, daß ſeine Gruͤnde die unmoͤglichkeit der Fahrt nicht bewieſen. Uebrigens muͤſſe


