Teil eines Werkes 
10.-12. Bdchen (1829)
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von Groͤnland andere Kuͤſten, anfaͤnglich voll kahler Ge⸗ birge, tiefer unten flacheres Land, endlich ein gutes Land an einer Meerenge, mit einer Inſel im Norden. Da wa⸗ ren Stroͤme reich an Lachs, eine Art Getraide wuchs wild, auch Fruͤchte, welche Weintrauben aͤhnelten,) weßhalb die erſten Entdecker**) das Land Vin land das gute nann⸗ ten. Diejenigen, welche es nach ihnen beſuchten; trafen auch Eingeborne, aͤhnlich denen, welche man vorher in Groͤn⸗ land gefunden hatte***) und tauſchten von ihnen Pelzwaa⸗

von Gröaland unter 790 N. Br. 1821 ſahen ſie Manby und Scoresby unter 740 30¹. 1822 glückte es dem Capitain Seoresby(Journal of a voyage to the northern whalefishery. Edinb. 1823) die Oſtküſte Grönlands vom 690750 zu befahren. Einwohner fan⸗ den ſich keine, wohl aber Spuren, daß die Kuͤſte nicht lange vorher beſucht worden war. Die Hitze war im Julius groß und das Gras ſo üppig, daß die Reiſenden den alten Namen Grönland nicht unpaſſend fanden, welchen(nach Are Frodo) die erſten Caloniſten dem ande gaben, um mehrere dorthin zu locken.

*)Vinber; Heimskringla I. 333. Andreas Rudman,

der 1697 als Geiſtlicher nach Neuſchweden am Dela⸗ ware in Nordamerika geſandt wurde, ſchreibt au Prof.

Jac. Arrhenius in upſala, daß dort Weintrauben und

Weinbeeren wild wuchſen. Palmsk. Samml.

*½)Leif, Sohn von Erik Röde. Er führte auch das Chriſtenthum in Grönland ein.

**½)Are Frode, c. 6. Sie wurden ihres kleinen (skrala) Wuchſes wegen von den Isländern Skrälingar

genannt, und die Beſchreibung, die von ihnen gegeben

wird, erinnert an die Eskimo's.(Vgl. Aſſal S. 11. 58.)