Teil eines Werkes 
10.-12. Bdchen (1829)
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ſchen Unterthanen in Xaragua und fuͤr die grauſame und ſchimpfliche Hinrichtung der Cazikin Anacaona verlangt. Ferdinand blieb indeſſen bei der Erfuͤllung der Bitte der Koͤnigin dem Ovando dennoch gewogen. Er empfand nicht daſſelbe Mitleid wie ſeine verklaͤrte Gemahlin, und wie ſehr auch Ovando ſich gegen alle Menſchlichkeit in ſeinem Betra⸗ gen gegen die Indianer verſuͤndigt hatte, war er doch ein wachſamer Beamter, und grade ſeine Unterdruͤckungen hat⸗ ten ſich vortheilhaft fuͤr die Krone ausgewieſen. Ferdinand befahl, daß die Flotte, welche den neuen Gouverneur hin⸗ uͤberbrachte, unter dem Kommando Ovando's zuruͤckkehren und er in dem ungeſchmaͤlerten Genuß jedes Eigenthums und der indianiſchen Sclaven verbleiben ſolle, in deren Beſitz er ſich befinde. Einige haben den Ovando als einen Mann geſchildert, der von Gewinnſucht frei geweſen ſey, der alle dem Elend der Eingebornen abgerungenen Reich⸗ thuͤmer nur ſeinem Koͤnig erworben habe, und es wird von ihnen angedeutet, daß ein geheimer Grund ſeiner Ungnade der geweſen ſey, daß er ſich den allmaͤchtigen und unver⸗ ſoͤhnlichen Biſchof Fonſeca zum Feinde gemacht habe.*) Der neue Admiral ſchiffte ſich in dem Hafen San Lucar am 9. Juni 1509 mit ſeiner Gemahlin, ſeinem Bruder Don Fernando, der nun zum Manne herangereift war und eine gute Erziehung genoſſen hatte, ſowie mit ſeinen beiden Oheimen Don Bartholomeo und Don Diego ein. Ein zahlreiches Gefolge aus der ſpaniſchen Ritterſchaft mit

*) Charlevoix I, e. c. V. I, p. 272, 274.