Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1828)
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ſeiner Feinde uͤber das unerſprießliche Reſultat ſeiner Unter⸗ nehmungen dazu genoͤthigt. Wir laſſen ſeinem Charakter nur Gerechtigkeit widerfahren, wenn wir bemerken, daß die Sclaverei der Indianer, welche auf ſolche Weiſe im Krieg gefangen genommen wurden, anfaͤnglich von der Krone voll⸗ kommene Billigung erhielt und daß, als die Frage des Rechts auf dringendes Verlangen der Koͤnigin eroͤrtert wurde, meh⸗ rere der ausgezeichnetſten Juriſten und Theologen dieſen Gebrauch in Schutz nahmen, ſo daß die Frage am Ende nur durch die Menſchlichkeit Iſabellens zu Gunſten der In⸗ dianer entſchieden wurde. Wie der ehrwuͤrdige Biſchof Las Caſas anmerkt, iſt es nicht zu verwundern, daß, wo die gelehrteſten Maͤnner uneins waren, ein ungelehrter Seemann ſich wohl irren konnte.

Dieſe Bemerkungen ſind uns zur Entſchuldigung fuͤr das Betragen des Columbus von der Unpartheilichkeit abge⸗ noͤthigt. Wir muͤſſen ihn durchaus in Verbindung mit dem Zeitalter, worin er lebte, ſchildern, damit die Irrthuͤmer dieſer Zeit nicht als ſeine eigenen Fehler erſcheinen. Es liegt jedoch nicht in der Abſicht des Verfaſſers, den Colum⸗ bus in einem Punkte rechtfertigen zu wollen, wo irren nicht zu entſchuldigen iſt. Moͤge es immer einen Flecken auf ſei⸗ nen erhabenen Namen werfen, damit Andere ſich eine Lehre daraus nehmen.

. Ein beſonderer Zug ſeines reichen und vielſeitigen Cha⸗

rakters iſt noch zu nennen uͤbrig jene gluͤhende, enthu⸗ ſiaſtiſche Einbildungskraft, welche alle ſeine Gedanken mit einem eigenthuͤmlichen Glanz umgab. Herrera deutet an, er habe Anlagen zur Poefie gehabt und einige ſchwache Spuren davon finden ſich in dem Buche von den Prophe⸗

zeihungen, welches er Ihren katholſſchen Majeſtaͤten uͤber⸗

reichte. Aber dieſe poetiſche Gabe laͤßt ſich in allen ſeinen Schriften und Handlungen erkennen. Sie breitete eine goldne und glaͤnzende Welt vor ihm aus und faͤrbte jeden Degenſtand mit eigenthuͤmlichem Farbenſchimmer. Sie fuͤhrte ihn zu traͤumeriſchen Speculationen, die ihm den Spott und