Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1828)
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denſchaft durch ſeine Ruhe beſchwichtigte, die Unbeſonnen heit durch ſein Alter entwaffnete, ihr Vertrauen durch ſeine argloſe Treuherzigkeit zu gewinnen und ihre Frechheit durch ſeine fleckenloſe Tugend im Zaum zu halten im Stande war.

Balleſter fand Roldan in Gemeinſchaft mit Pedro Ri⸗ quelme, Pedro de Gamiz und Adrian de Morita, welche drei ſeiner Hauptverbuͤndeten waren. Von dem Vertrauen auf ſeine augenblickliche Macht aufgeblaſen, behandelte Rol⸗ dan die angebotene Verzeihung mit Verachtung; er erklaͤrte, er komme nicht wegen Bedingungen des Friedens hierher, ſondern um die Freigebung einiger Indianer zu verlangen, die ungerechter Weiſe gefangen geſetzt und auf dem Punkte waͤren, als Sklaven nach Spanien uͤbergeſchifft zu werden, ungeachtet er ſelbſt als Alcalde⸗Major ſich fuͤr ihr Wohl verbuͤrgt habe. Er erklaͤrte, daß er von keiner Annaͤherung etwas wiſſen wolle, bis dieſe Indianer auf freien Fuß ge⸗ ſetzt ſeyen, dabei prahlte er auf's Unverſchaͤmteſte, daß er den Admiral und deſſen ganzes Gluͤck in ſeiner Hand habe, und ihm helfen oder ihn verderben koͤnne, wie es ihm gefalle.

Die Indianer, welche hier in Frage ſtanden, waren Unterthanen des Guarionex, die von Roldan aufgehetzt wor⸗ den, ſich der Erhebung des Tributs zu widerſetzen, und die unter der Sanction ſeiner angemaßten Autoritaͤt ſich zum Aufruhr in der Vega hatten bereit finden laſſen. Roldan wußte, daß die Sklaverei der Indianer eine verhaßte Seite der Verwaltung der Inſel war, beſonders in den Augen der Koͤnigin, und der argliſtige Charakter dieſes Mannes

zeigt ſich deutlich, wo er ſeinem Widerſtreben gegen Colum⸗ Irving's Columbus. 7 9, 2