Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1828)
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dung zu halten, unter der feierlichen und wenn er darauf

dringe, ſchriftlichen Verſicherung voͤlliger Sicherheit ſeiner

Perſon. Columbus meinte es aufrichtig mit ſeinem Aner⸗ bieten. Er war von einem wohlwollenden und friedlieben⸗ den Geiſte, und inſonderheit frei von allem Anreiz zur Rache fuͤr die vielen unwuͤrdigen und verderbten Men⸗ ſchen, die ſein Haupt mit Sorge belaſteten.

Balleſter hatte kaum das Schreiben erhalten, als die Rebellen auch ſchon bei dem Dorfe Bonao ankamen. Die⸗ ſes lag in einem reizenden Thale oder in einer Vega, die denſelben Namen trug. Die Gegend war gut bevoͤlkert und fruchtbar. Sie lag ungefaͤhr zehn Stunden vom Fort Con⸗ ception, und gegen zwanzig von St. Domingo entfernt. Hier hatte Pedro Riquelme, einer der Raͤdelsfuͤhrer, große Beſitzungen, und ſeine Reſidenz wurde das Hauptquartier der Rebellen. Adrian de Moxica, ein Mann von unruhi⸗ gem und unheilbringendem Geiſte, brachte eine Rotte von verruchten Raͤubern zu dieſem Sammelplatze. Auch Roldan und Andere zogen ſich von verſchiednen Orten hier zuſammen.

Sowie der Veteran Miguel Balleſter von der Ankunft Roldan's hoͤrte, ging er ihm ſogleich entgegen. Balleſter war ein alter wuͤrdiger Mann, von grauem Haar und krie⸗ geriſchem Ausſehen. Er war treu, offen und tapfer, von ernſtem Charakter und großer Herzenseinfalt.*) Mit Recht fiel die Wahl des Columbus auf ihn, um mit leichtſinnigen und laſterhaften Menſchen zu unterhandeln, da er die Lei⸗

*) Las Casas, hist, Ind, lib, J, e. 255,