— 410— aus Caſſava⸗Brod und ſolchen Wurzeln und Kraͤutern, die ihnen die indianiſchen Verbuͤndeten ſammeln konnten, und zuweilen aus ein Paar Kaninchen, die ſie mit Huͤlfe ihrer Hunde fingen. Sie ſchliefen faſt immer auf der Erde, un⸗ ter dem blauen Himmel, an den Baͤumen, dem ſtarken Thau unterworfen, der in dieſen Climaten herrſcht. Drei Monate ſetzten ſie auf dieſe Art den Krieg in dem Gebirge fort, bis ſie von Muͤhſeligkeit und ſchlechter Koſt faſt ganz aufgerieben waren. Viele von ihnen hatten Meyerhoͤfe in der Naͤhe des Forts Conception, welche ihre Sorge in An⸗ ſpruch nahmen, dieſe baten daher um Erlaubniß in ihre Heimath nach der Vega zuruͤckkehren zu duͤrfen, da die In⸗ dianer in Furcht geſetzt und zerſtreut ſeyen.
Der Adelantado gab mehreren von ihnen Urlaub und verwilligte ihnen einen Ueberſchuß von dem wenigen Vorrath von Brode, welcher noch geblieben war. Mit dreißig Mann, die er zuruͤckbehielt, beſchloß er jedes Gekluͤft und jede Hoͤhle der Berge zu durchſuchen, bis er die zwei Caziken gefun⸗ den habe. Es war jedoch ſchwierig, in einer ſolchen Wild⸗ niß ihre Spur zu finden. Niemand war, der ihnen den Weg zu ihren Schlupfwinkeln zeigen konnte; das ganze Land war veroͤdet. Menſchliche Wohnungen ſtanden umher, aber kein menſchliches Weſen ließ ſich blicken; oder wenn ſie zufaͤllig einen ungluͤcklichen Indianer fingen, der ſich aus dem Gebirg hervorſtahl, um Nahrung zu ſuchen, betheuerte er, daß ihm der Aufenthaltsort der Caziken ganz unbe⸗ kannt ſey.
„Es ereignete ſich jedoch eines Tages, daß einige Spanier
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