— 4⁰7— ſchweren Ruͤſtungen, Schildern, Armbruſten und Lanzen bewaffnet waren. 4 3
Nach dem Rath einer ſeiner indianiſchen Fuͤhrer beeilte ſich der Adelantado das Thal zu durchziehen, um Cabron, die Reſidenz des Mayobaner zu erreichen. Auf dem Wege dahin hatte er mehrere Gefechte mit den Eingebornen, welche oft ploͤtzlich aus ihren Hinterhalten, den Buͤſchen hervor⸗ ſprangen, ihre Pfeile mit fuͤrchterlichem Kriegsgeſchrei ab⸗ ſchoſſen, und ſich dann wieder in die Feſten ihrer Felſen und Waͤlder zuruͤckzogen, die fuͤr die Spanier unzugaͤng⸗ lich waren.—
Von mehreren Indianern, die der Adelantado zu Ge⸗ fangenen machte, ſandte er einen, begleitet von einem ande⸗ ren Indianer aus einem befreundeten Stamm, als Boten
zu Mayobaner, und forderte ihn auf, den Guarioner aus⸗
zuliefern, ihm Freundſchaft und Schutz verſprechend, wenn er ſich willig zeige, doch fuͤr den Weigerungsfall ihm dro⸗
hend, ſeine Territorien mit Feuer und Schwert zu verwuͤ⸗
ſten. Der Cazike hoͤrte den Boten aufmerkſan an; als er zu Ende war, ſprach er:„Sage den Spaniern, daß ſie ſchlechte Menſchen, grauſam und tyranniſch ſind, die Laͤn⸗ der Anderer unterjochen und unſchuldiges Blut vergießen. Mich verlangt nicht nach der Freundſchaft ſolcher Leute; Guarioner iſt ein guter Mann, er iſt mein Freund, er iſt mein Gaſt, er hat bei mir ſeine Zuflucht genommen; ich habe ihm verſprochen, ihn zu beſchuͤtzen, und ich werde mein Wort halten.“
Wie der Bote dieſe hochherzige Antwort, oder vielmehr


