Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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Beleidigungen, womit die Spanier von einer Familie unbe⸗ kannter und anmaßender Fremdlinge uͤberhaͤuft wuͤrden, und verſprach, die Eingebornen von den Tributen zu befreien, welche dieſe habſuͤchtigen Menſchen zu ihrer eignen Bereiche⸗ rung erpreßten, und welche den wohlthaͤtigen Abſichten der ſpaniſchen Monarchen ganz entgegen waͤren. Er verband ſich enge mit dem caraibiſchen Caziken Manicaotex, dem Bruder des verſtorbenen Caonabo, deſſen Sohn und Neffe als Geißeln fuͤr die Bezahlung der Tribute in ſeiner Ge⸗ walt waren. Dieſen kriegeriſchen Haͤuptling gewann er durch Geſchenke und Schmeicheleien, indem er ihn mit dem Namen Bruder beehrte.*) Wirklich unterwarfen ſich die ungluͤcklichen Inſulaner, von ſeinen Verſprechungen ge⸗ taͤuſcht und von dem Gedanken begluͤckt, einen bewaffneten Beſchuͤtzer zu ihrer Vertheidigung bereit zu finden, willig und mit Freuden tauſend Auflagen, verſahen ſein Gefolge mit Lebensmitteln im Ueberfluß, und brachten ihm ſelbſt alles Gold, welches ſie auftreiben konnten, indem ſie ihm freiwillig ſchwereren Tribut bezahlten, als der war, von welchem er ſie zu befreien vorgab.

Die Angelegenheiten der Inſel befanden ſich nunmehr in einem beklagenswerthen Zuſtande. Die Indianer, welche die Entzweiung unter den weißen Maͤnnern mit Freuden wahr⸗ nahmen und ſich auf den Schutz Roldans verließen, fingen an, ſich allen Verpflichtungen gegen das Gouvernement zu entziehen. Die entfernteren Caziken ſaͤumten, ihren Tribut

*) Las GCasas hist. Ind. lib., I. cap. 118.