Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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einzuſenden, und die, welche in der Naͤhe wohnten, wur⸗ den von dem Adelantado entſchuldigt, um ſich ja durch Nachſicht ihre Freundſchaft in dieſer Zeit der Gefahr zu er⸗ halten. Roldans Parthei nahm taͤglich an Staͤrke zuz ſeine Leute ſchweiften mit Ungeſtuͤm weit und breit im offe⸗ nen Lande umher und erhielten von den mißleiteten Einge⸗ borenen Unterſtuͤtzung, waͤhrend die Spanier, welche im Gehorſam verblieben, ſich vor Verſchwoͤrungen unter den Indianern fuͤrchteten, und ſich deßhalb unter den Schutz des Forts oder jener Blockhaͤuſer begeben mußten, die ſie in den Doͤrfern errichtet hatten. Die Commandanten wa⸗ ren genoͤthigt, alle Arten von Raͤnken und Unwuͤrdigkeiten ſowohl von ihren Soldaten, als auch von den Indianern zu ertragen, aus Beſorgniß, ſie durch die mindeſte Strenge zum Aufruhr zu reizen. Bekleidung und Munition aller Art, zum Gebrauch oder zur Vertheidigung, gingen ſchnell auf, und der Mangel an allen Lebensmitteln oder an Nach⸗ richten aus Spanien ließ die Hoffnung auch der Treueſten in Muthloſigkeit herabſinken. Der Adelantado hatte ſich in das Fort Conception eingeſchloſſen; er erwartete jeden Tag von Roldan foͤrmlich belagert zu werden, waͤhrend man ihn heimlich benachrichtigte, daß es auf ſeinen Tod abgeſe⸗ hen ſey, ſowie er die Mauern der Feſtung verlaſſe.*) Dieſes war der verzweiflungsvolle Zuſtand, in welchen die Colonie durch die lange Abweſenheit des Columbus in Spanien und die allen ſeinen Maßregeln fuͤr das Wohl der

*) Las Casas hist. Ind. I. 1. c. 119.