Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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Perſon ſchwebte. Er wagte es nicht, das offene Feld mit ſeinen Truppen zu betreten, da er ſich nicht auf ihre Treue verlaſſen konnte. Er wußte es, wie aufmerkſam ſie den Abgeſandten Roldan's zuhoͤrten, und den magren Kuͤchen⸗ zettel und die ſtrenge Mannszucht mit den reichen Mahl⸗ zeiten und der gefaͤlligen Zuͤgelloſigkeit, womit die Rebellen prunkten, in nachtheilige Vergleichung ſetzten. Um dieſen Verfuͤhrungen entgegenzuarbeiten, ließ er von ſeiner uͤbli⸗ chen Strenge nach, behandelte ſeine Leute mit aller Nach⸗ ſicht und verſprach ihnen große Belohnungen. Durch dieſes Mittel war er im Stande, ſich den Gehorſam unter ſeinen Truppen einigermaßen zu erhalten, da doch der Dienſt bei ihm den Vortheil vor dem des Roldan beſaß, daß er von der Regierung und den Geſetzen ausging.

Als Roldan ſah, daß ſeine Verſuche, die Garniſon zu verführen, vergeblich ſeyen, und er ſich vor einem ploͤtzlichen Ueberfall des kraͤftigen Adelantado fuͤrchtete, zog er ſich in einige Entfernung zuruͤck und ſuchte durch alle moͤgliche hin⸗ terliſte Raͤnke ſeine eigne Macht zu erhoͤhen, und die des

Gouvernements zu ſchwaͤchen. Er verſicherte, daß er mit

dem Adelantado gleiches Recht zur Verwaltung der Angele⸗ genheiten der Inſel haͤtte, und behauptete, er habe ſich nur von ihm getrennt, weil derſelbe ſich in der Ausuͤbung ſeiner Gewalt leidenſchaftlich und rachſuͤchtig zeige. Er ſchil⸗ derte ihn als den Tyrannen der Spanier und den Unter⸗ druͤcker der Indianer. Sich ſelbſt gab er die Rolle des Hel⸗ fers in den Beſchwerden und des Beſchuͤtzers der Gekraͤnk ten. Er heuchelte lebhaften patriotiſchen Unwillen uͤber die