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Nacht in ein Dorf einquartirt, in einem Hauſe, wo Ana⸗ caona ſolche Artikel aufbewahrte, die ſie fuͤr ſelten und koſt⸗ bar hielt. Sie beſtanden aus verſchiedenen Manufacturen von küuͤnſtlich gewebtem Baumwollenzeuch, aus Stuͤhlen, Tiſchen und anderem Hausgeraͤth von Ebenholz und ande⸗ ren Holzarten gearbeitet— alles zeugte von vieler Er⸗ findungsgabe und Geſchicklichkeit bei einem Volke, welches durchaus keine eiſernen Werkzeuge beſaß. Dieſes waren die einfachen Schaͤtze der indianiſchen Fuͤrſtin, von denen ſie viele großmuͤthige Geſchenke an ihre Gaͤſte austheilte.
Nichts kam der Verwunderung und dem Entzuͤcken dieſes verſtaͤndigen Weibes gleich, als ſie das Schiff zum erſten Mal erblickte. Ihr Bruder, der ſie mit bruͤderlicher Zaͤrt⸗ lichkeit und achtungsvoller Auſmerkſamkeit, der Sitten civi⸗ liſirter Menſchen wuͤrdig, behandelte, hatte zwei Canoes, mit bunten Farben bemalt und verziert, zurichten laſſen, den einen, um ſie und ihr Gefolge aufzunehmen, und den andern fuͤr ſich und ſeine Haͤuptlinge. Anacaona zog es jedoch vor, ſich in dem europaͤiſchen Boot mit dem Adelantado einzuſchiffen. Wie ſie der Caravele naheten, gaben die Ka⸗ nonen eine Salve. Bei der Exploſion dieſes ploͤtzlichen Donners und beim Anblick der Rauchwolken, die aus den Seiten des Schiffes hervorbrachen und ſich laͤngs der See⸗ küſte dahinwaͤlzten, fiel Anacaona von Schrecken uͤberwaͤl⸗ tigt in die Arme des Adelantado, und ihr Gefolge wollte vor Entſetzen uͤber Bord ſpringen. Doch das Lachen und die troͤſtenden Worte des Don Bartholomeo floͤßten ihnen wieder Vertrauen ein. Wie ſie naͤher zu dem Schiff kamen,


