Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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— 369—. faͤnglich. Er kannte die kriegeriſche Kraft und Gewandtheit der Spanier. Er ſtand im Reſpect vor ihrer Reiterei, und hatte das unſelige Schickſal Caonabo's vor Augen. Aber die Verzweiflung machte ihn kuͤhn; denn er ſah in der Herrſchaft dieſer Fremden den ſicheren Untergang ſeines Geſchlechts. Die fruͤheren Geſchichtſchreiber ſprechen von ei⸗ ner unter den Bewohnern der Inſel von Guarioner gehen⸗ den Sage. Er war von einem alten erblichen Stamme der Caziken. Sein Vater hatte einſtens, lange vor der Entdek⸗ kung, fuͤnf Tage lang gefaſtet und uͤber die zukuͤnftigen Dinge ſeine Zemes oder Hausgoͤtter befragt. Er erhielt zur Antwort, in wenigen Jahren werde eine Nation, mit Ge⸗ waͤndern bedeckt, auf ihre Inſel kommen, weiche alle ihre Sitten und Gebraͤuche zerſtoͤren und ihre Kinder erſchlagen oder in peinvolle Knechtſchaft führen werde.*) Dieſe Sage war wahrſcheinlich von den Butios oder Prieſtern der In⸗ dianer erfunden, nachdem die Spanier ihre Grauſamkeiten begonnen hatten. Ob ihre Prophezeihung einen Einfluß auf das Gemuͤth des Guarioner hatte, daß er ſich dadurch zu Feindſeligkeiten gegen die Fremden aufreizen ließ, iſt un⸗ bekannt. Einige haben verſichert, er ſey durch die Unter⸗ druͤckungen gegen ſeine Unterthanen zu den Waffen gezwun⸗ gen worden, weil dieſe ſich noch ſtets mit der Hoffnung ei⸗ nes guten Erfolges ſchmeichelten und fuͤr den Fall ſeiner Weigerung einen anderen Haͤuptling zu erwaͤhlen drohten;

*) P. Martyr decad. 1. lib. IX, Irving's Colnmbus. 4— 6, 24