Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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Behechios und hatte nach der Gefangennehmung ihres Ge⸗ mahls bei ihrem Bruder Zuflucht geſucht. Sie war eines der ſchoͤnſten Weiber dieſer Inſel, ihr Name bedeutete in der Sprache dieſer Inſel Blume des Goldes. Sie beſaß ei⸗ nen edleren Geiſt als ihr ganzes Geſchlecht, und ſollte ſich auszeichnen durch die Gabe, kleine geſchichtliche Balladen oder Areytos zuſammenzuſetzen, welche die Eingebornen zu ihren Nationaltaͤnzen abſangen. Alle ſpaniſche Geſchicht⸗ ſchreiber kommen uͤberein, daß ſie eine natuͤrliche Wuͤrde und Anmuth beſeſſen, wie man ſie ihrem Stande der Wild⸗ heit und Unwiſſenheit kaum zutrauen konnte. Des Unglücks ungeachtet, welches durch die Feindſeligkeiten der weißen Maͤnner uͤber ihren Gemahl gekommen war, ſchien ſie ge⸗ gen dieſe doch kein rachſuͤchtiges Gefuͤhl zu naͤhren. Sie wußte, daß er ihre Rache durch ſeine eigne freiwillige Krieg⸗ fuͤhrung herausgefordert hatte. Sie betrachtete die Spanier mit Bewunderung als faſt uͤbernatuͤrliche Weſen, und ihr kluger Sinn erkannte die Ohnmacht und Thorheit jedes Verſuches, ihrer Uebermacht in den Kuͤnſten und Waffen zu widerſtehen. Da ſie große Gewalt uͤber ihren Bruder Behechio beſaß, ſo rieth ſie ihm, ſich durch das Schickſal ihres Gatten warnen zu laſſen, und die Freundſchaft der Spanier zu ſuchen; es wird vermuthet, daß die Bekannt⸗ ſchaft mit der freundlichen Geſinnung und dem maͤchtigen Einfluß dieſer Fuͤrſtin den Adelantado bei ſeiner gegenwaͤr⸗ tigen Expedition in hohem Maße zu gute kam.*)

*) Charlevoix hist. St. Doming. I. II. p. 147. Mun- joz hist, n. mundo 1. VI.§. 6,

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