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von Schoͤnheit und Erhabenheit; eine Inſel nach der andern,
in deren Felſen, wie man ihm ſagte, Goldadern liefen, deren Haine von Gewuüͤrzen dufteten, oder deren Ufer von Per⸗ len uͤberſtroͤmten. Unabſehbare Reihen von Kuͤſten, Vor⸗ gebirg an Vorgebirg, dehnten ſich bis in die weiteſte Ferne hin; uͤppige Thaͤler erſtreckten ſich ins tiefe Innere, deſſen entfernte Berge, wie er erfuhr, noch gluͤcklichere Gegenden und Reiche von viel groͤßerem Glanz enthielten. Wenn er auf dieſes Land goldner Verheißung hinſah, ſo war es ein erhabenes Bewußtſeyn, daß ſein Genie das alles ins Leben gerufen hatte; er betrachtete es mit den triumphirenden Blicken des Entdeckers. War Columbus dieſer enthuſia⸗ ſtiſchen Gemuͤthserhebung nicht faͤhig, ſo konnte er mit an⸗ deren Weiſen ruhig und kalt uͤber die Moͤglichkeit eines Feſtlandes im Weſten Vernunftgruͤnde aufſtellen, aber nie hatte er den muthigen Unternehmungsgeiſt, ſich, dieſem Lande nachforſchend, in die unbekannten Reiche des Oceans hin⸗ auszuwagen.
Und dennoch, mitten in ſeinen phantaſtiſchen Speculatio⸗ nen, finden wir jenes ſolide Fundament von Scharfſichtigkeit, welche die Baſis ſeines Charakters ausmacht. Der Schluß, den er von der großen Stroͤmung des Oronocco zog, daß ſie die Entladung eines Feſtlandes ſey, war ſcharf und ſchla⸗ gend. Ein gelehrter ſpaniſcher Hiſtoriker hat mit Feinheit auch andere Theile ſeiner Theorie entſchuldigt.„Er ver⸗ muthete,“ ſagt er,„eine gewiſſe Erhebung des Erdballs an einer Stelle des Aequators; Philoſophen haben ſeitdem die Welt als eine Spheroide dargeſtellt, die ſich in ihrem


