Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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ſtorbenen, aus Liebe und Verehrung aufbewahrt; aber in allen Reſten der Art, die man bei den Caraiben antraf, ſah man mit Schrecken die Beweiſe jener unnatuͤrlichen Liebhaberei.

Der kriegeriſche und abſtoßende Charakter dieſer Men⸗ ſchen, ſo verſchieden von dem zaghaften Weſen der Staͤmme um ſie her, und der weite Umfang ihrer Zuͤge und Wan⸗ derungen, gleich denen der nomadiſchen Staͤmme der alten Welt, berechtigten allerdings zu hoher Aufmerkſamkeit. Sie waren von Kindheit auf an's Kriegsleben gewoͤhnt. Sowie ſie nur laufen konnten, gaben ihnen die unerſchrockenen Muͤtter Pfeil und Bogen in die Hand, und machten ſie fruͤhzeitig geſchickt, an den kuͤhnen Waffenthaten ihrer Vaͤ⸗ ter Theil zu nehmen. Ihre weiten Seefahrten ſchaͤrften ihre Beobachtung und ihren Verſtand. Die Eingebornen der uͤbrigen Inſeln kannten keine andere Zeit⸗Eintheilung als die des Tages und der Nacht, der Sonne und des Mondes; ſie aber beſaßen einige Kenntniß von den Sternen, nach denen ſie den Zeitverlauf und die Jahreszeiten berechneten.*)

Die muͤndlichen Ueberlieferungen von ihrer Herkunft, wiewohl ſie ſehr unbeſtimmt ſind, koͤnnen doch durch geogra⸗ phiſche Thatſachen zu einer großen Wahrſcheinlichkeit er⸗ hoben werden, und oͤffnen auf dieſe Weiſe eine jener reichen Adern fuͤr die Wißbegierde und den Forſchungsgeiſt, deren es in der neuen Welt ſo viele gibt. Dieſe Staͤmme ſollen

*) Hist del Almirante, cap. 62.