Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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wilden ſchroffen Felſenklippen in die Hoͤhe ſtrebend, viele von dieſen Felſen hatten eine ſchimmernde Azurfarbe und andere ein glaͤnzendes Weiß; Columbus nahm in ſeiner leb⸗ haften Einbildungskraft an, daß ſie Minen von koſtbaren Metallen und Edelſteinen enthielten. Da dieſe Inſeln nahe beiſammen lagen und die See in den engen Kanaͤlen, die ſie trennten, in ſtarken Wellen und Brandungen ging, ſo war es fuͤr die großen Schiffe gefaͤhrlich, hier einzudringen. Co⸗ lumbus blieb daher auf der hohen See und ſandte eine kleine Caravele mit ſchmalen Segeln hinein, um die Kuͤſten zu erforſchen; dieſe kehrte mit der Nachricht zuruͤck, daß es uͤber funfzig Inſeln, dieſelben aber dem Anſcheine nach un⸗ bewohnt ſeyen. Der groͤßten derſelben gab Columbus den Namen Santa Urſula und nannte die andern die Eilftau⸗ ſend Jungfrauen.*)

Die Erforſchung dieſer Inſeln einer ſpaͤteren Zeit uͤber⸗ laſſend, ſetzte er ſeinen Lauf fort, bis er am Abend eine große, mit reizenden Waldungen bedeckte und von ſchoͤnen Buchten umgebene Inſel zu Geſicht bekam. Die Eingebor⸗ nen nannten ſie Boriquon; Columbus legte ihr den Namen San Juan Bautiſta bei; ſie iſt dieſelbe, die jetzt unter dem Namen Portorico bekannt iſt. Dieſes war die Heimath der meiſten Gefangenen, welche ſich von den caraibiſchen Inſeln auf die Schiffe gefluͤchtet hatten. Nach ihren Berichten war ſie fruchtbar und bevoͤlkert, und ſtand unter der Herrſchaft eines einzigen Caziken. Ihre Bewohner waren dem Umher⸗

*) P. Martyr, decad. 1, lib. II. Brief des Dr. Chanca.