Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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26 ſich trotzig gegen ihre Verfolger. Die Weiber ſtritten gleich den Maͤnnern. Die eine ſchien mit Folgſamkeit und Ehrer⸗ bietung behandelt zu werden, als waͤre ſie ihre Koͤnigin. Sie hatte ihren Sohn zum Begleiter, einen jungen Mann (ſagt Peter Martyr) von kraͤftiger Geſtalt, mit fuͤrchterlichen wilden Stirnrunzeln und einem Loͤwengeſicht.*) Sie ſchoſ⸗ ſen ihre Pfeile mit ausnehmender Kraft und Schnelligkeit ab. Obgleich die Spanier durch ihre Schilder geſchuͤtzt wa⸗ ren, wurden doch zwei von ihnen ſtark verwundet und ein Pfeil mit ſolcher Gewalt von etner der Heldinnen dbe⸗ ſchnellt, daß er einen Schild ganz durchdrang. 1

Um dem Pfeilregen zu entgehen, der noch furchtbarer durch die Vermuthung wurde, die Pfeile moͤchten vergiftet ſeyn, ließen die Spanier ihr Boot mit Heftigkeit wider den Canoe anlaufen und warfen ihn um. Aber die trotzigen Wilden fuhren im Waſſer fort zu fechten, ſie ſammelten ſich auf hervorragenden Klippen und ſchnellten ihre Pfeile ſo ge⸗ ſchickt ab, als ob ſie auf dem platten Lande ſtaͤnden. Man konnte ſie nur mit der groͤßten Anſtrengung uͤberwältigen und gefangen nehmen. Einer von ihnen war von einer Lanze durchſtochen, ſo daß er ſtarb, nachdem man ihn auf eines der Schiffe gebracht hatte, und der Sohn der Koͤnigin war ebenfalls verwundet. Als ſie an Bord kamen, konnten die Spanier ſich uͤber ihr unbaͤndiges Weſen und trotziges Betragen nicht genug verwundern. Ihr Haar war lang und dick, die Augen rings mit Farbe bemalt, daß ſie da⸗

*) Peter Martyr, decad, 1, lib. II.