Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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herſchweifendes Volk, welches auf ſeinen Zügen in die Nach⸗ barlaͤnder einfiel, und gewohnt war, die Saͤmereien und Wurzeln aller moͤglichen Gattungen von fremden und nütz⸗ lichen Pflanzen nach Hauſe mitzubringen. Als einen Be⸗ weis der Fruchtbarkeit bemerkt er, daß man auch Honig in hohlen Baͤumen und in den Felſenritzen antraͤfe. Die Inſel war ſo in Ueberfluß bewaͤſſert, daß Ojeda ſagt, er ſey in einer Strecke von ſechs Stunden durch ſechs und zwanzig Fluͤſſe gewatet; doch iſt es wahrſcheinlich, daß meh⸗ rere darunter die Kruͤmmungen eines und deſſelben Stromes waren.

Columbus gab nun die Vermißten fuͤr verloren. Einige Tage waren ſeit ihrem Verſchwinden verſtrichen, waͤhrend weſcher Zeit ſie, wenn noch am Leben, unmoͤglich noch ir⸗ gendwo unentdeckt oder nicht im Stande geweſen ſeyn ſoll⸗ ten, ihren Weg zu den Schiffen zuruͤck zu nehmen. Er war eben im Begriff abzuſegeln, als zur großen Freude der ganzen Flotte ein Signalſchuß an der Kuͤſte gehoͤrt wurde. Wie die Wanderer an Bord kamen, ſagten ihre hohlaͤugigen und erſchoͤpften Zuͤge, was ſie gelitten hatten. Unbegreif⸗ licherweiſe kamen ſie bei ihrem Eintritt in die Waͤlder gleich

in falſche Richtungen und verloren ſich immer tiefer in die

Inſel, bis ſie ſich gar nicht mehr zurecht finden konnten. Einige Tage hatten ſie ſich in den Irrgaͤngen eines ſpur⸗ koſen Waldes verwirrt, der ſo dicht zuſammengewachſen war, daß das Tageslicht faſt nicht durchbrechen konnte. Sie hat⸗ ten Felſen erklettert, Fluͤſſe durchwatet und ſich durch Dick⸗ ichte und Geſtraͤuche Bahn gemacht. Einige von ihnen klet⸗