Sein Anerbieten fand Gehoͤr, und der Admiral befahl, daß man waͤhrend ihrer Abweſenheit die Schiffe mit Holz und Waſſer verſehen ſolle, erlaubte auch, daß ein Theil der Mannſchaft an's Land gehen duͤrfe, um ihre Kleidungsſtuͤcke zu waſchen und ſich an dem Geſtade ein wenig zu erholen. Alonzo de Ojeda drang mit ſeinen Begleitern durch alle Waͤlder in der Nachbarſchaft und nahm ſeinen Weg tief in's Innere, feuerte Flinten ab, ließ Trompeten in den gewoͤlb⸗ ten Thaͤlern widerhallen und von Bergesſpitzen und ſchrof⸗ fen Felſen ertoͤnen; alles vergebens, keine Stimme, kein Laut außer dem Echo ihrer Toͤne kam als Antwort zuruͤck. Ihr Nachforſchen wurde durch die Undurchdringlichkeit der Waͤlder, die in der kraͤftigen und wilden Ueppigkeit der tropiſchen Laͤnder ſtanden, außerordentlich erſchwert. Ojeda ſah mit dem Auge eines jungen Abenteurers alles unter ei⸗ nem reizenden Lichte und brachte die uͤbertriebenſten Nach⸗ richten von den Produkten der Gegend zuruͤck. Die Waͤl⸗ der waren erfuͤllt mit dem Wohlgeruch arometragender Baͤume und Geſtraͤuche, worin er das Ouften vieler koͤſt⸗ lichen Baumharze und Gewuͤrze zu finden glaubte. Er ſah mancherlei tropiſche Voͤgel von unbekannten Arten, auch Falken, Koͤnigs⸗Reiher, Habichte, Waldtauben, Turteltau⸗ ben und Kraͤhen. Auch bildete er ſich ein, Rebhuͤhner geſe⸗ hen zu haben, die aber in Wirklichkeit nur auf der Inſel Cuba gefunden wurden, ferner die Nachtigall gehoͤrt zu ha⸗ ben, die aber in der neuen Welt unbekannt iſt. Die Inſel hatte jedoch einen Ueberfluß an Fruͤchten aller Art, denn nach Peter Martyr waren die Cannibalen ein wildes um⸗
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