Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchen (1828)
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bei einer mit elektriſcher Materie geſchwaͤngerten Luft wahr⸗ nimmt. Dieſe ſonderbaren Luftbilder waren in ſo fuͤrchter⸗ lichen Augenblicken des Schreckens und der Gefahr von je⸗ her Gegenſtand aberglaͤubiſcher Einbildungen bei den See⸗ fahrern geweſen. Fernando Columbus macht bei der Er⸗ zaͤhlung von dieſer Erſcheinung Bemerkungen, welche das Zeitalter, worin er lebte, ganz charakteriſtrenAm noͤm⸗ lichen Sonnabend in der Nacht ſahen ſie den St. Elmo mit ſieben leuchtenden Kerzen auf der Maſtſpitze; es war viel Regen und großes Donnerwetter; ich will mit jener Be⸗ zeichnung ſagen, ſie ſahen die Lichter, welche die Seefahrer fuͤr den Leib des St. Elmo halten; ſie ſangen, als ſie ihn erblickten, viele Litaneien und Stoßgebete, da ſie feſt daran glaubten, daß in Stuͤrmen, wo er erſcheine, Niemand mehr in Gefahr ſchwebe. Dem ſey nun wie ihm wolle, ich laſſe es dahingeſtellt ſeyn; aber wenn Plinius Glauben verdient, ſo ſind ſchon zu der Roͤmer Zeiten den Schiffern haͤufig in den Unwettern zur See ſolche Lichter erſchienen, die ſie ſuͤr Caſtor und Pollux hielten, und deren auch Seneca ge⸗ denkt.,*)

Am Samſtag Abend den 2. November uͤberzeugte ſich Columbus aus der Faͤrbung des Meeres, der Beſchaffenheit der Wellen, den wechſelnden Winden und den haͤufigen Re⸗

*) Hist. del Almirante. Bei Magellans Seefahrt ge⸗ ſchieht einer ähnlichen Aeußerung des Aberglaubens unter den Schiffern Erwähnung. In den großen Stürmen, er⸗ zählen ſie, ſey St. Elmo auf der Spitze des Maſtes mit einem hellen Kerzenlicht erſchienen, einigemal auch mit