Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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eroͤffnen. So hatte niemand einen Begriff von der Natur und Beſchaffenheit des Dienſtes, zu dem er ſich einſchiffte, noch von der Lage und den Eigenſchaften der Regronen, auf die er eingeengt wurde. Waͤren den Menſchen in dieſem Fieberwahn ihrer Einbildungskraft nuͤchterne Thatſachen und die kalte Wirklichkeit geboten worden, ſie wuͤrden ſie mit Unwillen zuruͤckgeſtoßen haben; denn es gibt nichts was das Publicum mit weniger Gelaſſenheit ertraͤgt, als in dem ſuͤßen Rauſche goldner Traͤume geſtoͤrt zu werden. Unter den bekannten Perſonen, die ſich zu dieſem Kreuz⸗ zuge meldeten, war ein junger Ritter mit Namen Don Alonzo de Ojeda, beruͤhmt durch außerordentliche perſoͤn⸗ liche Gaben und einen kuͤhnen Geiſt, der durch viele ge⸗ fahrvolle Unternehmungen und wunderſame Waffenthaten unter den erſten Entdeckern glaͤnzte. Er ſtammte aus einer guten Familie, war ein leiblicher Vetter des ehrwuͤrdigen Vaters Alonzo de Ojeda, Inquiſitors von Spanien, hatte unter dem Herzog von Medina Celi ſeine Laufbahn be⸗ gonnen und die Feldzuͤge gegen die Mauren mitgemacht. Er war von kleiner Figur aber kraͤftiger Leibesbeſchaffenheit, wohlgeſtaltet, das Antlitz braun, von ſchoͤnen lebendigen Zuͤgen, und von großer Staͤrke und Gewandtheit. Mit allen Waffengattungen war er vertraut, in allen ritterli⸗ chen und kriegeriſchen Kuͤnſten gewandt, ein trefflicher Rei⸗ ter und in der Lanze wie wenige geuͤbt. Mit kuͤhnem Muthe, hochgeſinnt und freigebig, von großer perſoͤnlicher Tapferkeit, leicht zum Kampfe gereizt, doch geneigt zu ver⸗ geben und Beleidigungen zu vergeſſen, war er lange der

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