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Abgott der raſchen ſchwaͤrmenden Jugend, die ſich zu den Zuͤgen in der neuen Welt verbanden, und der Held mancher wunderbaren Sage. Las Caſas gibt, indem er ihn der hiſtoriſchen Beruͤhmtheit uͤberliefert, eine Anekdote von einer ſeiner Thaten, welche zwar der Aufzeichnung unwerth, doch den ſonderbaren Charakter dieſes Mannes bezeichnet.
Als die Koͤnigin Iſabella einſt den Thurm der Haupt⸗ kirche von Sevilla beſtieg, der unter dem Namen der Gi⸗ ralda bekannt iſt, trat Ojeda, um Ihre Majeſtaͤt zu un⸗ terhalten und eine Probe ſeines Muthes und ſeiner Geſchick⸗ lichkeit abzulegen, auf einen großen Balken, der zwanzig Fuß vom Thurm hinausragte, in einer ſo ungeheuern Hoͤhe, daß die Menſchen unten wie Zwerge ausſahen und den Ojeda ſelbſt beim Hinabſehen ein Schauder uͤberlaufen mußte. Dieſen Balken beſchritt er ruͤſtig und mit einer Gleichguͤl⸗ tigkeit, als gehe er auf dem Boden ſeines Zimmers dahin. Wie er an's Ende des Balkens kam, ſtellte er ſich auf ein Bein und hielt das andere in die Luft; dann drehte er ſich ſchnell um und kehrte eben ſo ſicher nach dem Thurm zu⸗ ruͤck, unbeirrt von der ſchwindelnden Hoͤhe, aus welcher er bei dem kleinſten Fehltritt herabgeſtuͤrzt und in Stuͤcke zerſchmettert worden waͤre. Darauf ſtellte er ſich wieder mit einem Fuß auf den Balken und ſtemmte den anderen gegen die Mauer des Thurmes; in dieſer Stellung warf er eine Orange nach der Thurmſpitze, ein Beweis, ſagt Las Caſas, von ſeiner ungeheuern Muskelkraft. So war Alonzo de Ojeda, der bald unter den Begleitern des Co⸗ lumbus hervorragte und in jeder Unternehmung von wag⸗


