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er in der Erwartung ihrer Mittheilungen hingehalten werde.
Koͤnig Johann verſtand die ganze Natur und Beſchaf⸗ fenheit dieſer Ambaſſade und merkte wohl, daß Ferdinand ihn zu uͤberliſten gedenke. Die Geſandten kamen endlich an und uͤbergaben ihre Creditive mit breiten Formalitaͤten und Ceremonien. Wie die Audienz zu Ende war, ſah er ih⸗ nen veraͤchtlich nach und ſagte:„dieſe Geſandtſchaft von unſerem Vetter hat weder Kopf noch Fuß.“ Er machte damit eine Anſpielung ſowohl auf die Beſchaffenheit der Ge⸗ ſandtſchaft als auf die perſoͤnliche der Geſandten. Don Garcia de Caravajal war naͤmlich ein eitler und unbedeu⸗ tender Mann und Don Pehros de Ayala auf einer Huͤfte lahm.*)
In dem Uebermaaße ſeines Aergers ſoll Koͤnig Johann ſogar von weitem feindliche Abſichten gezeigt und die Gele⸗ genheit wahrgenommen haben, die Geſandten auf eine Re⸗ vue ſeiner Cavalerie aufmerkſam zu machen, auch zweideu⸗ tige Worte geaͤußert haben, die man als drohende Zeichen ausdeuten konnte.**) Die Geſandtſchaft kehrte nach Caſti⸗ lien zuruͤck und verließ ihn in einem Zuſtande von Verwir⸗
rung und Gereiztheit; aber was auch ſein Kummer gewe⸗ 3
ſen ſeyn mochte, ſo hielt ihn doch ſeine Klugheit von einem offenen Bruch zuruͤck. Er ſetzte einige Hoffnung auf das
*) Vasconceles, lib. VI. Barros Asia d. I. 1 III, cap. 2. **) Vasconceles, lib. VI.


