Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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binnen ſechzig Tagen von ihrer Ankunft in Barcelona an kein Schiff auf eine Entdeckungsreiſe ausgehen. Dieſe Geſandte waren beauftragt, um allen Anſpruͤchen

5 ein Ende zu machen, vorzuſchlagen, daß eine Linie von den 2 canariſchen Inſeln quer nach Weſten gezogen und alle Laͤn⸗ der und Meere noͤrdlich von dieſer Linie dem caſtiliſchen 4

Hofe, alle ſuͤdlich davon gelegene der Krone Portugal ange⸗ hoͤren ſollten, mit Ausnahme einiger Inſeln, die bereits in dem Beſitz einer oder der anderen der beiden Maͤchte ſeyen.*)

Ferdinand hatte nun den Vortheil auf ſeiner Seite; ſein Ziel war, Zeit fuͤr die Zuruͤſtung und Abreiſe des Colum⸗ bus zu gewinnen, indem er den Koͤnig Johann in weitlaͤu⸗ ſige diplomatiſche Negociationen verwickelte.**) Zur Be⸗ antwortung ſeiner Antraͤge ſandte er Don Pedro de Ayala und Don Garcia Lopez de Caravajal mit einer feierlichen Botſchaft nach Portugal, wobei großer außerlicher Glanz und Pomp, und Freundſchaftsverſicherungen nicht geſpart wurden, deren ganzer Zweck jedoch auf den Vorſchlag hin⸗ auslief, die zwiſchen beiden Maͤchten entſtandenen Territo⸗ rial⸗Irrungen einer ſchiedsrichterlichen Entſcheidung oder dem Hofe von Rom zu uͤberlaſſen. Die prachtvolle Ambaſ⸗ ſade bewegte ſich mit feierlicher Langſamkeit vorwaͤrts, aber ein Specialgeſandter wurde vorausbeordert, um den Koͤnig von Portugal von ihrer Ankunft zu benachrichtigen, damit

*) Quirita lib. I. cap 25. Herrera decad, I. I. II. v, 5. **) Vasconeeles Don Juan II, lib. VI.

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