Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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nen auf andere zu leiten, indem er reiche Geſchenke von Juweelen an den Herzog von Infantado und andere ſpa⸗

niſche Granden von unbeſtechlicher Treue verſchwendete.*)

Dieſer Art iſt die raͤnkeſpinnende diplomatiſche Schlau⸗ heit, die nur zu oft fuͤr feine Politik ausgegeben und als Weisheit der Cabinette geprieſen wird; aber alle ſolche ver⸗ derbte und unredliche Maßregeln find erleuchteter Staats⸗ maͤnner und edler Fuͤrſten unwuͤrdig. Die großen Grund⸗ regeln des Rechts und Unrechts beſtehen eben ſo zwiſchen Nationen wie zwiſchen Individuen; ein edles, offenes Beneh⸗ men, eine unerſchuͤtterliche Treue, wie ſehr ſie auch den augenblicklichen Endzwecken entgegen ſcheinen koͤnnen, iſt doch die einzige Politik, die den letzten und ehrenvollſten Sieg davontraͤgt.

Koͤnig Johann, von den doppelten Inſtructionen des Don Lope de Herrera auf den ſchon erwaͤhnten heimlichen Wegen unterrichtet, empfing ihn auf eine Art, welche jede Zuflucht zu dem entſchieden abgefaßten zweiten Schreiben unnoͤthig machte. Er hatte bereits einen außerordentlichen Geſandten an den ſpaniſchen Hof abgeſandt, um dieſen bei guter Laune zu erhalten, und beſtimmte nunmehr den Dok⸗ tor Pero Diaz und Don Ruy de Pena zu Botſchaftern an die ſpaniſchen Souveraine, um alle Fragen uͤber die neuen Entdeckungen auszugleichen, indem er verſprach, es ſolle

*) Reesendi vida del Rey Dom Joham II. cap. 157. Fa- ria y Souza, Europa Portuguesa t. II. c. 4. p. 3.

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