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Ein feiner diplomatiſcher Weltkampf begann nun zwiſchen den beiden Monarchen, welcher jeden in das Geheimniß ih⸗ rer Zuͤge uneingeweihten Zuſchauer in Verwirrung ſetzen mußte. Reeſende erzaͤhlt uns in ſeiner Geſchichte Koͤnig Johanns II., daß der portugieſiſche Regent durch anſehn⸗ liche Geſchenke oder vielmehr durch Beſtechungen einige ver⸗ traute Mitglieder des caſtiliſchen Cabinets in ſeinem Inte⸗ reſſe gehalten habe, die ihn von den geheimſten Rathſchlaͤ⸗ gen ihres Hofes unterrichtet haͤtten. Die Landſtraßen wa⸗ ren mit Courieren bedeckt. Kaum hatte Ferdinand einen Entwurf ſeinen Miniſtern mitgetheilt, ſo wurde er auch ſchon dem feindlichen Hofe uͤberbracht. Die Folge war, daß die ſpaniſchen Monarchen unter dem Einfluß eines boͤſen Zaubers zu ſtehen ſchienen. Koͤnig Johann kam allen ihren Bewegungen zuvor, und ſchien ihre Gedanken errathen zu koͤnnen. Ihre Geſandte begegneten auf dem Wege den por⸗ tugieſiſchen, welche Vollmacht hatten, die Punkte zu beſei⸗ tigen, uͤber welche jene ſich ſo eben beklagen ſollten. Oft, wenn Ferdinand eine ſchnelle und zu Verlegenheiten geeig⸗ nete Frage den Geſandten an ſeinem Hofe vorlegte, und nicht anders glaubte, als dieſe wuͤrden nun neue Inſtruc⸗ tionen von ihrem Souverain fordern, war er erſtaunt, unmittelbar darauf ſehr beſtimmte Antworten von ihnen zu erhalten, waͤhrend die meiſten Fragen, welche vorkommen konnten, durch geheime Benachrichtigung vorgeſehen und be⸗ antwortet wurden. Da der Verdacht der Verraͤtherei auf dieſe Weiſe ſehr nahe lag, ſo ſuchte Koͤnig Johann, indeß er ſeine Agenten insgeheim bezahlte, den Argwohn von ih⸗
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