Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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die Sache doch gewiß in dem freundnachbarlichen Geiſte aus⸗ geglichen werde, welcher zwiſchen beiden Maͤchten ſo gluͤck⸗ lichen Beſtand habe.

Ferdinand war ein zu ſchlauer Politiker, als daß er ſich leicht haͤtte taͤuſchen laſſen. Er war fruͤhe von den wahren Abſichten des Koͤnigs Johann unterrichtet worden, und hatte vor der Ankunft des portugieſiſchen Geſandten den Don Lope de Herrera mit doppelten Inſtructionen und zweien Schreiben ſehr verſchiedenen Inhaltes an den portugieſiſchen Hof abgeſandt. Der erſte war in verbindlichen Ausdruͤcken abgefaßt, indem er die Gaſtfreundſchaft und Guͤte, welche man Columbus erwieſen habe, geziemend verdankte und uͤber die wahre Beſchaffenheit ſeiner Entdeckungen Licht verhrei⸗ tete, womit das Geſuch verbunden war, daß man den portugieſiſchen Seefahrern verbieten moͤge, dieſe neuentdeck⸗ ten Laͤnder zu beſuchen, in der naͤmlichen Weiſe, wie die ſpaniſchen Monarchen ihren Unterthanen jede Einmiſchung in die afrikaniſchen Beſitzungen der Krone Portugal unter⸗ ſagt haͤtten.

Im Fall jedoch der Abgeordnete faͤnde, daß der Koͤnig Johann Schiffe nach der neuen Welt entweder ſchon geſen⸗ det oder zu ſenden im Begriff ſtehe, ſollte er das freund⸗ ſchaftliche Schreiben zuruͤckhalten und das andere vorzeigen, welches in ernſten und peremtoriſchen Ausdruͤcken gefaßt war, und ſich jede Unternehmung ſolcher Art verbat.*)

*) Herrera hist. Ind. decad. I. 1. II, Zurita anale⸗ de Aragon 1, I. c. 25,

Irving's Columbus. 1 3 25