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Ein flacher Hoͤfling, den die vielen auf Columbus gehaͤuften Ehren aͤrgerten und der ihm als Fremden noch mißgünſtiger war, fragte ihn gradezu, ob er denn glaube, wenn Indien nicht von ihm entdeckt worden, daß es keine anderen Leute gebe, die dieſer unternehmung faͤhig waͤren. Hierauf gab ihm Columbus keine Antwort, ſondern er nahm ein Ei und lud die Geſellſchaft zu dem Kunſtſtuͤck ein, es auf die Spitze zu ſtellen. Jeder verſuchte es, aber vergeblich; da nahm Columbus das Ei und ſtieß es mit der Spitze auf den Tiſch, daß es mit dem zerbrochenen Ende feſtſtand, und be⸗ wies auf dieſe einfache Art, daß, nachdem er einmal den Weg nach der neuen Welt gezeigt, nichts leichter ſey, als dieſem Wege zu folgen.) e
Die Gunſt, womit die Herrſcher ihn begnadigten, ver⸗ ſicherte ihn auf eine Zeit lang der Artigkeit des Adels; denn an einem Hofe wetteifert einer mit dem andern, den Mann mit Aufmerkſamkeiten zu uͤberſchuͤtten,„den des Koͤnigs Majeſtaͤt auszuzeichnen geruhen.“ Er ertrug alle dieſe Schmeicheleien und Begünſtigungen mit gebuhrender
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*) Dieſe Anecdote beruht auf der Autorität des italieniſchen
Geſchichtſchreibers Benzoni(I. I. p. 12. ed. Venet 1472.) Man hat ſie als trivial verworfen, aber die Einfalt des Vorwurfs machte ihre Strenge aus, und ſie iſt für die praktiſche Schlauheit des Columbus charakteriſtiſch, Die Aligemeinheit dieſer Anekdote mag eine Probe für
ihren Werth ſeyn. S. 4=
Irving's Columbus. 1—3, 24


