Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1828)
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uͤber das vermeintliche Vorenthalten der ihm gebuͤhrenden Belohnung, daß er ſein Land und ſeinen Glauben verließ, nach Afrika ging und ein Muſelmann wurde; eine Anecdote, die auf der Glaubwuͤrdigkeit Oviedo's*) beruht, welcher aͤußerſt unzuverlaͤſſig in der Erzaͤhlung dieſer Reiſe iſt und viele falſche Behauptungen von den Feinden des Admirals aufgenommen hat. 3

Es mag beim erſten Anblick wenig mit der anerkannten Großmuth des Columbus uͤbereinſtimmend befunden werden, daß er dem armen Matroſen dieſe Belohnung entzog; aber es war dieß ein Gegenſtand, wobei ſein ganzer Stolz im Spiel war und er ohne Zweifel mit der Ehre geizte, nicht allein der Unternehmer der Entdeckung, ſondern auch per⸗ ſoͤnlich der Entdecker zu ſeyn.

Naͤchſt der Gnade des Koͤnigspaares war fuͤr ihn die Gunſt wichtig, welche er bei Pedro Gonzalez de Mendoza, dem Groß⸗Cardinal von Spanien und erſten Wuͤrdentraͤger des Reiches fand, bei einem Manne, deſſen großartiger Charakter, Froͤmmigkeit, Gelehrſamkeit und wahrhaft fuͤrſt⸗ liche Eigenſchaften ſeiner Gunſt einen großen innerlichen Werth gaben. Er lud Columbus zu einem Bankett ein, wo er ihm den Chrenplatz anwies und ihn mit Foͤrmlich⸗ keiten bedienen ließ, wie ſie in dieſem ceremoniellen Zeit⸗ alter nur Souverainen gebuͤhrten. Bei dieſer Mahlzeit ſoll die wohlbekannte Anecdote mit dem Ei vorgefallen ſeyn.

*) Oviedo cronica de las Indias, I. II. c. 5.

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